Was ist intuitives Essen

Was ist intuitives Essen? – Das Konzept ausführlich erklärt

Zuletzt aktualisiert am 16. April 2024

In diesem Artikel gebe ich dir eine Antwort auf die Frage Was ist intuitives Essen? In der heutigen Zeit wird viel zu oft der Fokus auf das Außen und das äußere Erscheinungsbild gelegt anstatt sich wieder auf sich selbst und sein Inneres zu besinnen, wie es beim intuitiven Essen beabsichtig ist.

Intuitives Essen hat in den letzten Jahren immer mehr an Bedeutung gewonnen. Es bietet nämlich eine Alternative zu den herrkömmlichen Diätprogrammen und vorherrschenden Ernährungskonzepten.

Beim intuitiven Essen geht es darum, auf die inneren Bedürfnisse und Signale seinen Körpers zu hören, statt sich von außen etwas vorschreiben zu lassen.

Doch was ist intuitives Essen genau?

In diesem Artikel möchte ich dir die Grundlagen und Prinzipien des intuitiven Essens genauer erklären, damit du verstehen kannst, welchen Einfluss unsere persönliche Einstellung zum Essen auf unser Wohlbefinden haben kann.

Wenn du neugierig darauf bist, wie du deine Beziehung zum Essen nachhaltig verändern kannst, dann lies gerne weiter.

Im Kern geht es beim intuitivem Essen darum, eine natürliche und achtsame Verbindung zum eigenen Körper zu entwickeln, um die eigenen inneren Hunger- und Sättigungssignale besser wahrnehmen zu können. Dies kann langfristig dazu führen, dass wir gesündere Essgewohnheiten entwickeln. Außerdem geht es beim intuitiven Essen speziell nicht um Verzicht.

Viele von uns haben leider den Kontakt zum eigenen Körper verloren und somit auch das Gefühl verloren, zu merken, wann der Körper satt ist. Mit diesem Konzept kann es möglich sein die Verbindung zum eigenen Körper wieder herzustellen.

Wenn wir intutiv essen lernen wollen, dann müssen wir uns von strikten Diäten und vorherrschenden Normen verabschieden und uns stattdessen auf unsere eigenen Bedürfnisse und Vorlieben konzentrieren. Dies setzt natürlich voraus, dass wir erst einmal lernen müssen, auf unseren Körper zu hören.

Durch das Konzept des intuitiven Essen haben wir die Möglichkeit, eine positive Beziehung zur Nahrung und zum eigenen Körper aufzubauen. Dies kann gelingen, indem wir achtsam essen, uns von Schuldgefühlen befreien und unserem Körper vertrauen.

Woher stammt das Konzept des intuitiven Essens?

Evelyn Tribole und Elyse Resch sind die Autorinnen des Buches „Intuitive Eating“ (Deutscher Titel: „Intuitiv abnehmen“), das erstmals 1995 veröffentlicht wurde.

Dieses Buch spielt auch heute noch eine wichtige Rolle im Bereich der Ernährung. Es bietet eine neue Herangehensweise auf die Art und Weise, wie wir essen und wie wir mit unserem Körper umgehen.

Ich habe das Buch selbst zu Hause und bis jetzt auch schon zwei Mal gelesen. Die Kernaussagen dieses Buchs habe ich in diesem Artikel für dich zusammengestellt. Dieses Buch bietet einen guten Einstieg in das Konzept des intuitiven Essens.

Der Ansatz des intuitiven Essens, den Evelyn Tribole und Elyse Resch entwickelt haben, basiert auf der Idee, dass der Körper von Natur aus weiß, was gut für ihn ist und uns auch Signale sendet, was und wie viel er an Essen verträgt.

Diese Signale sind eng mit unserem Hunger- und Sättigungsgefühl verbunden. Viele von uns können diese Signale aber leider nicht mehr direkt wahrnehmen. Wir müssen es erst (wieder) lernen.

Das Konzept des intuitives Essen lehnt strenge Diäten, feste Regeln und Essenspläne ab, die oft zu einem gestörten Verhältnis zur Nahrung und zu ungesunden Essgewohnheiten führen können.

Wahrscheinlich bist du selbst an dem Punkt, dass du endlich auf strenge Diäten und Vorschriften verzichten möchtest und nach einer besseren Alternative suchst.

Dann lies gerne weiter!

Intuitives Essen 10 Regeln

Die zehn Prinzipien des intuitiven Essens wurden von Evelyn Tribole und Elyse Resch in ihrem Buch „Intuitive Eating“ (Deutsche Ausgabe: „Intuitiv abnehmen“) detailliert beschrieben.

Aus meiner eigenen Erfahrung mit diesem Buch und mit diesem Konzept möchte ich dir gerne diese 10 Prinzipien vorstellen. Diese 10 Prinzipien können dir dabei helfen, eine gesündere Beziehung zum Essen aufzubauen und deine natürlichen Hunger- und Sättigungsgefühle wiederzuentdecken. Hier sind die zehn Prinzipien im Überblick:

1. Wirf die Diätmentalität über Bord

Verabschiede dich endlich von strengen Diäten, Vorschriften,vorherrschenden Normen in der Gesellschaft und von Ernährungsplänen. Fange stattdessen an, deinen Körper wieder zu spüren, um somit auch wieder seine Bedürfnisse wahrnehmen zu können.

2. Nimm deine körperlichen Signale wahr

Achte auf deine Hunger- und Sättigungssignale. Iss, wenn du hungrig bist und höre auf zu Essen, wenn du satt bist. Dein Körper weiß ganz genau, was er an Nahrung und Flüssigkeit braucht.

3. Achtsamkeit beim Essen

Esse langsam, bewusst und genieße jede Mahlzeit. Konzentriere dich beim Essen nur auf das Essen und vermeide jegliche Ablenkungen. Verzichte auf Smartphone und Fernseher beim Essen. Langsam essen ist eine gute Möglichkeit, dein Essen auch wirklich wieder zu schmecken und zu genießen.

4. Verabschiede dich von der Einteilung zwischen guten und schlechten Lebensmitteln

Du solltest den Glaubenssatz loslassen, dass bestimmte Lebensmittel gut oder schlecht seien. Erlaube dir, alle Lebensmittel in Maßen zu genießen. Wenn du diesen Glaubenssatz loslassen kannst, dann entstehen beim Essen langfristig auch keine Schuldgefühle mehr.

5. Vertraue deinem Körper

Lerne deinem Körper zu vertrauen und auf seine Bedürfnisse zu hören. Dein Körper weiß ganz genau was gut für ihn ist. Er weiß intuitiv, welche Lebensmittel nötig sind, um dein Wohlbefinden zu fördern.

6. Zufriedenheit

Wähle Lebensmittel, die dir Freude bereiten und gleichzeitig aber auch deinem Körper wichtige Nährstoffe liefern. Suche dir das auch, was dir wirklich schmeckt.

7. Bewege dich

Wichtig bei diesem Punkt ist es, dass du dich aus Freude bewegst. Wenn du Bewegung als etwas Negatives ansiehst, dann wird dir Sport langfristig keine Freude bereiten. Sieh die Bewegung eher als Möglichkeit deinen Körper zu stärken.

8. Gehe gesund mit deinen Emotionen um

Nutze das Essen nicht, um unangenehme Emotionen oder Gefühle zu betäuben. Achtsamkeit ist eine gute Möglichkeit, um zu lernen, gesund mit seinen Emotionen umzugehen.

9. Respektiere und akzeptiere deinen Körper

Akzeptiere deinen Körper so, wie er ist. Jeder Mensch ist schön, so wie er ist. Lass dich dabei nicht von irgendwelchen Normen der Gesellschaft beeinflussen. Es ist wichtig, sich selbst liebevoll zu behandeln, unabhängig von deinem Gewicht. Es geht mehr darum, den eigenen Körper für das zu schätzen, was er leistet, anstatt ihn ständig zu kritisieren.

10. Pflege deinen Körper

Kümmere dich gut um deinen Körper. Dies beinhaltet neben der Nahrungs- und Flüssigkeitsaufnahme auch andere Grundbedürfnisse, wie z.B. ausreichend Schlaf, genügend Pausen im Alltag zur Regeneration und gesunde Beziehungen.


Diese zehn Prinzipien des intuitiven Essens bieten eine umfassende Grundlage für eine gesündere und nachhaltigere Beziehung zum eigenen Körper, zum Essen und somit auch zu deinem Wohlbefinden.

Sie sollen dich ermutigen, deine eigene Denkweise, mit den dazugehörigen Glaubenssätzen, zu überdenken und besser auf die natürlichen Signale deines Körpers zu hören. Diäten und Regeln gehören somit der Vergangenheit an.

Evelyn Tribole und Elyse Resch haben durch ihre Arbeit als Ernährungsexpertinnen und ihrem Buch „Intuitiv abnehmen“ Menschen dazu ermutigt, ihre Beziehung zum Essen zu überdenken, Diäten kritisch zu hinterfragen und eine gesündere, ausgewogenere und nachhaltigere Herangehensweise an die Ernährung zu entwickeln.

Ihre Arbeit wurde in den letzten Jahren von vielen Ernährungsexperten aufgegriffen und weiterentwickelt. Dies hat zu einer neuen Bewegung in der Gesellschaft geführt, die sich für eine positive Veränderung in der Art und Weise einsetzt, wie wir über unseren Körper und unser Essen denken.

Ich konnte diese Veränderungen selbst nach eigener Zeit an mir feststellen, als ich begann, mich intuitiv und bewusster zu ernähren und auch generell mein Leben bewusster zu leben. Dieses Umdenken erfordert Geduld. Also kritisiere dich nicht, wenn die Veränderungen nicht direkt eintreten und du öfter noch in alte Muster verfällst. Das ist völlig normal.

Was ist intuitives Essen? – Infografik

Was ist intuitives Essen

Meine Erfahrungen mit intuitivem Essen

Bevor ich das intuitive Essen für mich entdeckte habe, habe ich mein Leben eher unbewusst und hektisch gelebt. Du kennst es vielleicht auch. Das sich ständig gehetzt fühlen, angetrieben von den eigenen inneren Kritikern. Man fühlt sich am Ende des Tages völlig erschöpft und fragt sich manchmal, was man denn eigentlich den ganzen Tag so gemacht hat. Die Meisten von uns führen leider ein Leben in völliger Unbewusstheit. Der Tag und das Leben laufen an einem vorbei.

Mit der Hinwendung zum bewussteren Leben und intuitiven Essen kannst du wieder in Kontakt mit deinen Körper treten, ihn bewusst wahrnehmen und darauf hören, was er gerade braucht.

Wenn du regelmäßig genau hinhörst, wirst du feststellen, dass er oft nach kleinen oder auch größeren Pausen verlangt, die wir ihm in der Hektik des Alltags meistens nicht geben. Durch die Hektik im Alltag kann es passieren, dass wir nach und nach den natürlichen Instinkt für unsere Hunger- und Sättigungsgefühle verlieren. Durch bewusstes und intuitives Essen kannst du dies (wieder) lernen.

Vor einigen Jahren hörte ich zum ersten Mal von dem Begriff „intuitiv essen“ und beschloss, diesen für mich neuen Ansatz einmal auszuprobieren. Anfangs war es eine Herausforderung meine destruktiven Denkmuster, Glaubenssätze und Gewohnheiten zu erkennen und diese dann nach und nach loszulassen.

Doch je mehr ich mich darauf einließ, desto mehr begann sich in mir etwas zu verändern. Statt mich an den äußeren Normen, Werten und Regeln zu orientieren, begann ich, auf die Signale meines Körpers zu achten und das zu tun, was mir gut tut.

Ich lernte wieder, auf meinen Bauch und mein Herz zu hören und meine Bedürfnisse zu erkennen. Dazu zählt vor allem der körperliche Hunger oder auch der Wunsch nach einem bestimmten Lebensmittel.

Das intuitive Essen half mir, nicht nur meine Beziehung zur Nahrung zu verändern, sondern auch mein Selbstbild. Ich begann, mich selbst mit mehr Freundlichkeit und mehr Verständnis zu behandeln.

Ich hörte auf, Lebensmittel in gut oder schlecht einzuteilen und begann mein Essen zu genießen.Dadurch lernte ich auch, dass ich meinem Körper vertrauen kann.

Heute sind intuitives Essen und Achtsamkeit wichtige Bestandteile meines Lebens. Meine Entscheidungen beim Essen basieren nicht mehr auf strengen Regeln, sondern auf Selbstakzeptanz und dem Wissen, dass mein Körper am besten weiß, was er braucht.

Diese lange Reise hat mir gezeigt, dass es möglich ist, eine gesunde und ausgewogene Beziehung zur Nahrung aufzubauen, die frei von Schuld und Zwang ist.

Zusätzlich zu dem intuitiven Essen habe ich auch eine weitere Methode für mich entdeckt. Dabei handelt es sich um den Bodyscan. Der Bodyscan ist meiner Meinung nach eine tolle Ergänzung, da man dabei ganz gezielt jeder einzelnen Körperstelle seine volle Aufmerksamkeit schenkt und somit die eigene Körperwahrnehmung trainieren kann.

Intuitiv Essen vorher-nachher

Hier möchte ich dir nun von meinen eigenen Veränderungen erzählen, die ich vor und nach der Umstellung auf intuitives Essen erlebt habe:

Vorher – Jetzt

Vorher bestimmten verschiedene Arten von Diäten oder eigens auferlegte Restriktionen meinen Alltag und vor allem mein Essverhalten. Ich fühlte mich einfach unwohl und schuldig, wenn ich ungesunde Sachen oder zu viel aß.

Jetzt fühle ich mich nicht mehr eingeschränkt. Ich esse das (in Maßen), worauf ich Lust habe, ohne mich dafür zu verurteilen. Ich habe meine Glaubenssätze überarbeitet.

Vorher hatte ich ein unreines Hautbild. Ich hatte jahrelang mit Hautproblemen und starken Pickeln zu kämpfen. Auch noch mit Anfang 30.

Jetzt habe ich ein viel besseres Hautbild. Erst durch die Umstellung auf ein bewussteres Leben und auf natürliche Lebensmittel wurde mein Hautbild besser.

Vorher hatte ich kaum Zugang zu meiner Intuition und zu meinem Körper. Ich spürte ihn kaum und spürte somit auch nicht, wann er wirklich Hunger hatte oder satt war.

Jetzt nehme ich alles viel intensiver wahr. Ich spüre meinen Körper und ich merke, wann ich satt bin oder wann ich Hunger habe. Durch die zusätzliche regelmäßige Anwendung des Bodyscan und durch Yoga kann ich auch einzelne Körperteile besser wahrnehmen als vorher.


Bitte beachte: Diese oben genannten positiven Veränderungen sind lediglich meine persönlichen Erfahrungen.

Wie Achtsamkeit das intuitive Essen unterstützt

Ich beschäftige mich jetzt schon seit mehreren Jahren unter anderem mit den Themen der Achtsamkeit und Meditation und den Einfluss auf unser Wohlbefinden. Ich meditiere inzwischen selbst jeden Tag und integriere Achtsamkeit in meinen Alltag.

Die Achtsamkeit spielt eine zentrale Rolle im Kontext des intuitiven Essens, da sie uns ermöglicht, eine bewusstere und tiefere Verbindung zu unserer Nahrung und unserem Körper herzustellen.

Indem wir achtsam essen, lenken wir unsere Aufmerksamkeit bewusst auf den Vorgang des Essens. Wir können somit unser Essen (Geschmack) intensiver wahrnehmen.

Achtsamkeit unterstützt auch dabei, unsere inneren Hunger- und Sättigungssignale besser wahrzunehmen. Wir lernen, auf unseren Körper zu hören und uns bewusst zu machen, wann wir wirklich hungrig sind und wann wir genug haben.

Dieser bewusste Umgang mit unserem Körper und unseren Bedürfnissen kann uns auch dabei helfen, uns ausgewogener zu ernähren.

Darüber hinaus kann Achtsamkeit dabei helfen, emotionalen Hunger von körperlichem Hunger zu unterscheiden. Wenn wir uns bewusst sind, warum wir essen z.B. aus Langeweile oder Stress, dann können wir alternative Wege finden, mit unseren Emotionen umzugehen, ohne auf Nahrung zurückgreifen zu müssen.

Die Verbindung von Achtsamkeit mit intuitivem Essen ermöglicht uns, eine tiefere Verbindung zu unserem Körper aufzubauen, uns bewusst für das Essen zu entscheiden und eine positive und gesunde Beziehung zur Nahrung zu entwickeln.

Fazit

Indem wir uns von strengen Diäten und starren Ernährungsplänen lösen, öffnen wir uns für die Möglichkeit, auf unsere inneren Bedürfnisse zu hören und auf achtsame Weise essen zu lernen.

Nach und nach können wir die Verbindung zu unserem Körper wiederherstellen und auf unsere natürlichen Hunger- und Sättigungssignale achten.

Intuitives Essen ist jedoch keine schnelle Lösung, sondern ein kontinuierlicher Prozess, der Geduld, Selbstakzeptanz und Übung erfordert. Wenn du deine Motivation finden kannst etwas zu ändern, dann kannst du es auch schaffen.

Ich hoffe, dass dir dieser Artikel dabei helfen konnte, die Frage Was ist intuitives Essen? zu beantworten. Schau dir gerne mal meinen Beitrag Intueat Erfahrungen an. Es handelt sich dabei um ein Programm, indem es um das Erreichen des eigenen Wohlfühlgewichts geht.

Schau dich gerne auf meiner Website um und entdecke auch andere Artikel oder auch die Kategorie Rezepte. Dort findest du Inspirationen für leckere Gerichte.

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Weitere hilfreiche Informationen zu der Frage „Was ist intuitives Essen“ erhältst du unter anderem auf den folgenden Websiten:

Intuitives Essen: Was sagt ihr Bauchgefühl? – Techniker Krankenkasse

Hilft intuitives Essen beim Abnehmen? – AOK